Herderaner im Reich der Mitte

 

Gründlich hatten wir uns auf diesen Besuch vorbereitet.  Mails wanderten hin und her, wir rührten die Werbetrommel  für unser Projekt und sammelten Geld, machten uns auch mit Sitten, Essgewohnheiten, der Sprache  und  Kultur des Gastgeberlandes vertraut und studierten ein Kulturprogramm  einschließlich eines chinesischen Liedes ein.

Endlich war es soweit. Nach langem Flug hießen uns unsere Gastgeber willkommen und nahmen uns herzlich in ihre Familien auf.  Die kommenden Tage waren gefüllt von Besuchen im Unterricht, gemeinsamen Projekten, gegenseitigem „Beschnuppern“, vielen interessanten Gesprächen, leckerem chinesischen Essen und vor allem großer Gastfreundschaft und ehrlichem Interesse.

Aber auch von der jahrtausendealten chinesischen Kultur konnten wir uns bei einem Museumsbesuch überzeugen, sowie von der atemberaubenden Natur im Huangshan-Gebirge, wo wir in einem Hotel hoch in den Bergen übernachteten und früh den Sonnenaufgang erleben durften.

Mit vielen Eindrücken, mancher Träne und viel Dankbarkeit verabschiedeten wir uns schließlich mit einem gelungenen Fest von unseren chinesischen Partnern, nicht ohne die Einladung für das nächste Jahr in Deutschland zu bekräftigen.

Vor unserem Rückflug nach Deutschland machten wir noch ein paar Tage in Peking Halt. Das Wandern auf der Chinesischen Mauer, das Erleben des Tianmen- Platzes und der Verbotenen Stadt hat uns tief beeindruckt und die Erinnerungen daran werden uns noch lange begleiten.

Freuen wir uns also auf das nächste Jahr, wenn wir unseren Freunden ein genauso herzliches Willkommen geben und ihre Gastfreundschaft erwidern können.