Kursfahrt der Deutsch-LKs nach Weimar

Nach der ersten Fahrtetappe mit dem Reisebus erreichten unsere Kurse das Zwischenziel Jena. Es folgte ein kleiner Stadtrundgang mit herrlichen Höhepunkten wie dem Romantiker-Haus, an dem auch der erste Vortrag für diese Fahrt gehalten wurde. Anschließend startete eine Wanderung auf den Napoléon-Stein, der einen beeindruckenden, breiten Blick über die Stadt Jena gewährleistete. Nach einer weitläufigen Wanderung vom Napoléon-Stein herab zum Treffpunkt mit dem Reisebus, führte der nächste und für diesen Tag letzte Weg in die Jugendherberge, wo das Quartier bezogen
wurde und Kraft für die nächsttägige Erkundungstour in Weimar geschöpft wurde. Der nächste Tag beinhaltete zuerst einen Stadtrundgang durch Weimar. Zwischenhalte wurden an Orten wie der Herderkirche, dem Marktplatz und dem Friedhof eingelegt, an welchen teilweise auch Vorträge über die oben genannten Persönlichkeiten gehalten wurden. Das Gartenhaus von Goethe am Park an der Ilm durfte dabei natürlich nicht fehlen, um die ersten Eindrücke Weimars zu geben. Die Schülerinnen und Schüler folgten während den Vorträgen der Idee, die Dichter „zum Leben zu erwecken“, um ihren Präsentationen eine besondere Note – in beiderlei Hinsicht – zu verleihen. Damit dieser eigentlich erste Tag in Weimar für alle auch wohltuend zum Abschluss gebracht werden konnte, war es gestattet, sich am Abend einer Selbstbeschäftigung zu widmen. So konnten einige ausgelassene Etablissements in Weimar aufgesucht, inspiziert und bewertet werden, um einen allumfassenden Blick des Lebens in Weimar zu erhaschen.
Am Dienstag folgte ein Besuch der KZ-Gedenkstätte Buchenwald, wo zur Zeit des Nationalsozialismus mehr als 50.000 inhaftierte Regimefeinde einen gewaltsamen und menschenunwürdigen Tod fanden. Verschiedene Andenken an die Getöteten und Überlebenden berührten unseren Geist und unser Gemüt sehr und wir dachten voller Respekt und Trauer an diese schreckliche Zeit zurück. Im Verlaufe des Tages folgten weitere Schülervorträge mit kreativen Nuancen wie musikalischen Beiträgen, Posen zum Thema Freundschaft oder Schauspiel. Auch dem Goethe-Haus statteten wir einen Besuch ab, wo wir die Spuren von Goethes Lebenswerk verfolgten und einen Einblick in die Wohnverhältnisse des wohlhabenden Dichters bekamen. Ein weiteres Highlight war die Anna-Amalia Bibliothek, die 2004 einem verheerenden Brand zum Opfer fiel und aufwendig restauriert wurde. Sie ist nach der berühmten Großherzogin Anna Amalia benannt,
welche das Kulturleben Weimars entscheidend prägte und die Bibliothek gründete.
Leider hieß es für uns schon am nächsten Tag, die Koffer zu packen, denn unser letzter Tag in Weimar brach an. Ein letztes Mal begaben wir uns in den Kern der Stadt und besuchten das Goethe-Schiller Denkmal und das Schiller-Haus, wo der Autor von „Kabale und Liebe“ sowie „Maria Stuart“ die letzten Jahre seines von Arbeit und Krankheit geprägten Lebens mit seiner Familie verbrachte. Nachdem wir dann unsere Koffer eingeladen, einen köstlichen Crêpes gegessen und in den Reisebus eingestiegen waren, war es leider schon Zeit, Abschied zu nehmen.
Wir blicken zurück auf eine ganz besondere Kulturstadt, die uns sehr beeindruckt hat und besondere Überraschungen für jeden bereithielt. Wir blicken zurück auf eine tolle und lehrreiche Kursfahrt, die uns in unseren Erinnerungen noch lange begleiten wird.
Jesko Zagatowski und Elisa Traulsen

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