Biologie zum Anfassen

Nach einer kurzen Einleitung arbeiteten die Schülerinnen und Schüler in zwei Gruppen.
In der DNA-Session konnten sie sich mit einem Nasslabor und molekularbiologischen Experimenten (Polymerasekettenreaktion und Gelelektrophorese) vertraut machen. In diesem Modul lernten die Schüler mehr über die DNA – den Baustein des Lebens – auf spannende Art und Weise. Die Jugendlichen sahen, dass die DNA eines jeden Menschen – ähnlich wie ein Fingerabdruck – einzigartig ist und wie sich die moderne Wissenschaft das zunutze macht: z.B. in den kriminaltechnischen Laboren, um die DNA zu identifizieren und den Tatverdächtigen zuzuordnen.
Im Modell-Organismus-Teil eines jeden Schulprojektes stellten die Doktoranden des MPI, die mit verschiedenen Modellorganismen arbeiten, ihre Tiere – Zebrafische und Axolotl - und Teile ihrer Experimente vor. Das Ziel dieser Session war es, die Schüler mit dem Konzept von Modellorganismen vertraut zu machen – warum werden sie verwendet und warum werden verschiedene Arten für verschiedene Experimente benötigt. Die Schüler lernten, dass sie im biologischen Sinn anderen Tierarten sehr ähnlich sind und deshalb Modellorganismen bei der Suche nach Antworten in der Humanbiologie oder dem Heilen von Krankheiten helfen können. Durch die praktischen Experimente lernten die Schülerinnen und Schüler wissenschaftliche Methoden und Themenbereiche wie Mutation, Phänotyp, Genotyp, Entwicklung, Wachstum und Geweberegeneration kennen.
 „Science goes to school“ unterstützt die Schüler aktiv dabei, eigene Erfahrungen zu sammeln. Sie lernen, gemeinsam in einem Team erfolgreich zu sein, Erkenntnisse aus Experimenten zu gewinnen und effektiv mit Mitschülern und internationalen Wissenschaftlern zu kommunizieren. Das Projekt zeigt auch, wie wichtig es ist, dass unterschiedliche Nationalitäten und kulturelle Hintergründe zusammenkommen, um kreatives Denken abseits ausgetretener Pfade zu fördern. So können innovative Antworten auf die gesellschaftlichen Schlüsselfragen von heute und morgen gefunden werden.
2011 gewann das DIPP School Project den „Sächsischen Integrationspreis“, der Projekte auszeichnet, die sich für Toleranz und Respekt gegenüber Menschen unterschiedlicher kultureller, religiöser oder ethischer Hintergründe einsetzen. Im Januar 2013 wurde es vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft als „Hochschulperle“ ausgezeichnet.
Nach 120 anschaulichen, spannenden, interessanten Minuten – ganz ohne Stift und Papier – waren viele im Unterricht behandelten Themen wiederholt und verständlich gemacht. Die Wissenschaftler staunten, dass ihr sogar noch die Ursache von Chorea Huntington - die hohe Wiederholungszahl der CAG-Tripletts - wusstet. Danke an alle Schülerinnen und Schüler für eure Aufmerksamkeit und euer Interesse auch über zwei normale Unterrichtsstunden hinaus!

Sylke Koch
-verantwortliche Biologielehrerin-

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