Ein Besuch in der ewigen Stadt Rom

Ein Stück dieser Vergangenheit fanden wir in den alten Katakomben. Die Katakomben sind unterirdische Gewölbekomplexe, die der Bestattung von Toten dienten. Raus aus der Vergangenheit ging es auch gleich zurück in die Gegenwart: wir bezogen unsere Bungalows. Am selben Abend ging es noch mit der U-Bahn in das Zentrum Roms. Unser Ziel war der Trevi Brunnen und die Spanische Treppe. Vor dem Brunnen herrschte friedliches Chaos um den besten Fotoblick. Jeden Tag, vor allem abends, versammelt sich hier die Welt vor dem Meeresgott und wirft Münzen in das Wasser. Zufrieden und geschafft fielen wir am Abend in unser Bett.  
Der nächste Tag beinhaltete die Besichtigung des antiken Rom. Dazu gehört selbstverständlich das größte antike Bauwerk der Römer – das Kolosseum. Fasziniert vom uralten Zeugnis für Baukunst und grausame Spektakel ging es weiter mit einer Stadtrundführung. Vom Circus Maximus über das Forum Romanum bis hin zum jüdischen Viertel führte uns ein Reiseführer vorbei an unzähligen historischen Sehenswürdigkeiten. Nachdem wir auch das Pantheon besichtigt hatten, durften wir Rom auf eigene Faust erkunden.
Bei einer Reise nach Rom darf ein Besuch in der Vatikanstadt natürlich nicht fehlen. Das taten wir am Mittwoch. Nachdem wir die vatikanischen Museen besucht hatten, konnten wir die Fresken Michelangelos, eine der berühmtesten Deckenbemalungen der Welt, in der Sixtinische Kapelle bestaunen. Zum Areal der Vatikanstadt gehört aber auch der Petersplatz mit dem Petersdom. Den Nachmittag genossen wir am Strand. Trotz eisiger Wassertemperaturen und stürmischem Wetter wagten sich einige von uns in das Wasser.
Der letzte Tag führte uns Richtung Süden, um dort in den römischen Alltag von vor 2.000 Jahren einzutauchen: die Ausgrabungsstätte Pompeji. Durch die ursprünglichen Gassen zu wandern ließ uns eine vergangene Epoche wieder durchleben. Pompeji ist noch faszinierender durch die Tatsache, dass die Stadt durch den Vesuvausbruch von 79 n.Chr. zerstört und gleichzeitig bewahrt worden ist. Anschließend ging es auf den Vesuv. Friedlich lag er in einem Nebelmeer, dieses Monstrum. Rührte sich nicht, spuckte kein Feuer und grollte nicht mal. Wie war es wohl, als dieser schlafende Riese im Jahr 79 zum Leben erwachte?  
Auf der Rückreise machten wir einen Stopp in Florenz - der Wiege einer ganzen Kunstepoche, der Renaissance. Ein Spaziergang über die Ponte Vecchio, die älteste Brücke in Florenz, das Bestaunen der Kathedrale von Florenz und ein italienisches Eis für alle gestalteten unseren Nachmittag. Der krönende Abschluss des Abends war der Sonnenuntergang, den wir vom Piazza Michelangelo über Florenz genießen konnten.  
Noch auf der Rückfahrt hingen unsere Gedanken in Rom. Und einmal mehr verstanden wir, warum es so leichtfällt, sich in diese Stadt zu vergucken. Rom verzaubert, Rom nervt, Rom macht süchtig. Vielleicht versteckt sich der Schlüssel zu allem im Stadtnamen. Roma liest sich rückwärts: Amor (Liebe).
Anne Borrmeister (10/3)

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