Weimar - die Stadt der Dichter und Denker

Anfangs noch mit schweren Lidern, hellte sich unsere Laune so wie das Wetter während der dreistündigen Fahrt in Richtung Thüringen auf.
Einen Zwischenstopp machten wir in Jena, wo wir uns bei Sonnenschein und guter Laune auf erste historische Spuren begaben.
Vorbei an dem Romantikerhaus erklommen wir die vielen Treppenstufen zum Schlachtfeld von Jena-Auerstedt. Dort widmeten wir uns am Napoleonstein unserem redlich verdienten Picknick. Trotz windiger Frische ließen wir uns die Vielzahl an Leckereien, die mit viel Liebe zusammengestellt wurden, gut schmecken. Begleitet wurde unser Zwischenstopp von dem ersten kreativen Beitrag. Bereits im Vorfeld der Exkursion wurden wir, zumeist in Zweiergruppen, kreativ.
Mit unseren Beiträgen zu verschiedenen Themen wollten wir nicht nur informieren, sondern auch unsere Kursfahrt spannender gestalten.
Nach weiterer kurzer Fahrt erreichten wir nun unsere endgültiges Ziel: Weimar. In unserer klassisch, gemütlichen Jugendherberge angekommen, bezogen wir unsere Zimmer und machten uns auf zu einem kleinen Stadtrundgang. Nach dem Abendessen konnte jeder seine Freizeit selbst gestalten. Der erste Tag neigte sich dem Ende und der zweite begann mit einem ausgewogenem Frühstück.
Für den zweiten Tag stand die Besichtigung des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald auf dem Programm. Trotz anfänglicher Orientierungsschwierigkeiten fanden wir den Weg vom Ettersberger Schloss durch den Wald zu unserem Ziel.
Nicht nur der bewegende Einführungsfilm sondern auch das Datum des 11. Aprils, welches der Tag der Befreiung ist, führte zu einer anteilnehmenden Schweigeminute.
Der kreative Beitrag einiger Schüler, der uns die Hoffnungslosigkeit, aber auch Hoffnung der Menschen damals vor Augen führte, gab uns einen schockierenden Einblick und versetzte uns in eine mitfühlende Stimmung.
Nach diesem wohl eher traurigen Teil unseres Programms war die Innenstadt Weimars unser nächstes Ziel. Anna Amalia berichtete uns über ihr Leben und Schaffen, welches wir am darauffolgenden Tag noch bewundern durften. Im Herdergarten wohnten wir einer Diskussion zwischen dem Namensgeber unserer Schule und Goethe bei. Und auch dem Briefwechsel von Goethe und dem Großherzog Carl-August durften wir lauschen.
Für schmackhaftes Essen und Souvenireinkäufe war ebenfalls Zeit vorhanden.
Am vorletzten Tag weckte uns die Sonne und nachdem wir durch die Flure der Anna Amalia Bibiliothek gestreift waren und mehr über Goethe als Naturwissenschaftler erfahren hatten, besuchten wir endlich das Wohnhaus der Hauptperson unserer Reise - das Goethehaus. In Goethes Haus wäre so manch einer von uns sofort eingezogen, vor allem auf Grund des wunderschönen Gartens, den wir sicherlich genau wie Goethe und seine Frau Christiane bei Sonnenschein genießen konnten. Mit einem leckeren, von Frau Schröder gesponserten Eis machten wir uns auf in Richtung Park an der Ilm, wo wir von Goethe selbst und einer rasenden Reporterin mehr über das Gartenhaus, den Park und Goethes Italienreise erfuhren. Nach weiteren Stunden Freizeit und dem Abendessen machten sich alle bereit für unseren Theaterbesuch im Deutschen Nationaltheater Weimar. Das Stück „Das Erdbeben in Chili“ von Heinrich Kleist faszinierte und irritierte gleichermaßen in moderner Art und vielerlei Hinsicht. Puppen, welche aus einer Luke fielen, quer durch den Raum geworfen wurden oder auf Wolken ritten, stießen auf geteilte Meinungen.
Am letzten Abend hatte jeder besonders viel Zeit, um letzte Entdeckungen in Weimar zu machen, wenn es auch „nur“ die Skybar war, um Fußball zu gucken. Sogar den Tag unserer Abreise nutzten wir bis zur letzten Minute. Im Schillerhaus wurde uns das Leben Schillers vor Augen geführt und der nachfolgende kreative Beitrag verstärkte diesen Eindruck.
Den Abschluss bildeten Goethe und seine Frauen, mit denen wir auf dem Jakobsfriedhof eine andere Ecke Weimars zu Gesicht bekamen.
In den folgenden anderthalb Stunden wurden letzte Besorgungen gemacht und fehlende Fotos geschossen, bis wir unsere Koffer in den Bus einluden und die dreistündige Heimfahrt antraten.
Die Kursfahrt war ein voller Erfolg und wir blicken gern zurück auf den Ausflug in das wunderschöne, einen Besuch lohnende Weimar mit neuen Eindrücken und viel neuem Wissen.

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